Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.
Rote Karte dem Kahlschlag
Fast kein Tag vergeht ohne neoliberale Angriffe auf den Sozialstaat und die Rechte von Beschäftigten – sei es bei Rente, Pflege, Arbeitslosengeld, Arbeitszeit, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw.
Mitten in dieser Polarisierung steht eine zentrale Frage: Können wir uns den Sozialstaat noch leisten? Kritiker behaupten: „Nein, er ist zu teuer!“ Doch diese Aussage ist nicht nur emotional aufgeladen – sie ist schlicht falsch.
Damit muss Schluss sein!
Aktuelles
DGB startet Kampagne mit Aktion „Ratschlag gegen den Kahlschlag“ – Breites Bündnis angekündigt
Pressemitteilung25. Juni 2026
Artikel lesen"Hart verdient" – Für einen starken Sozialstaat und den Schutz von Arbeitnehmerrechten
Sozialleistungen sind erarbeitete Leistungen, keine Almosen. Am 26.9. gehen Beschäftigte in 15 deutschen Städten auf die Straße – für gute Arbeit, sichere Renten und starke Arbeitnehmerrechte. Wer täglich zum Wohlstand des Landes beiträgt, darf nicht zum Problem erklärt werden. Die Forderungen: Reformen zum Besseren, keine Einschnitte auf Kosten der Beschäftigten.
Zur Pressemitteilung des DGB-Bundesvorstands
Unsere Aktionen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Rote Karte dem Kahlschlag!
15:00 - 20:00 Uhr
Heidenmauer/Gensinger Straße, Bad Kreuznach
Veranstaltung anzeigenRote Karte dem Kahlschlag!
11:00 - 16:00 Uhr
Fackelbrunnen, Kaiserslautern
Veranstaltung anzeigenRote Karte dem Kahlschlag!
11:00 - 16:00 Uhr
Berliner Platz, Ludwigshafen am Rhein
Veranstaltung anzeigenGewerkschaftsforum gegen den Sozialabbau
17:00 - 20:00 Uhr
Park Plaza Hotel, Trier
Veranstaltung anzeigenAktionstag: Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.
Saarbrücken
Veranstaltung anzeigenAktion „Kahlschlag“: Liste der Unverschämtheiten
Angriffe auf die Errungenschaften des Sozialstaats
Bürgergeld
- Koalition plant umfassende Verschärfungen beim Bürgergeld – v.a. Wiedereinführung des Vermittlungsvorrangs, verschärfte Sanktionen
- Linnemann forderte Totalsanktionen bei Terminverweigerern
- Merz schlug im MDR-Sommerinterview vor, die Wohnkostenübernahme zu begrenzen.
- Der geplante Rechtskreiswechsel für ukrainische Geflüchtete bringt keine Einsparungen, da die Verwaltungskosten steigen
- Die AfD hetzt gegen Bürgergeldbeziehende und stellte eine kleine Anfrage zum Anteil ausländischer Staatsangehöriger im Bürgergeldbezug
- Jobcenter und Bundesagentur für Arbeit: Die Förderung von Arbeitslosen soll reduziert werden.
Arbeitslosengeld
- Das Institut der deutschen Wirtschaft fordert eine Vereinheitlichung der Arbeitslosengeld-Bezugsdauer auf zwölf Monate für alle Altersgruppen. Dieser Forderung schloß sich der CDU-nahe Wirtschaftsrat an.
- Das würde eine Kürzung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten
Arbeitsmarkt
- Der Bundesverband der Arbeitgeber (BDA) fordert eine „Neudefinition der Erwerbsfähigkeit“, um stärker zwischen arbeitsmarktnahen und arbeitsmarktfernen Erwerbsfähigen zu unterscheiden.
- Das wäre ein Zwei-Klassen-System: Spaltung der Erwerbsfähigen in "verwertbare" (arbeitsmarktnah) und „nicht-verwertbare“ (arbeitsmarktfern) Personen. Arbeitsmarktferne Menschen verlieren Zugang zu aktiver Arbeitsförderung, Vermittlung und Qualifizierung.
- Das ist eine Kostenreduktion auf Kosten der Schwächsten: Langzeitarbeitslose, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Bildungsdefiziten werden faktisch als "nicht integrierbar" abgestempelt und aus dem Arbeitsmarkt ausgesondert.
Rente
- Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung brachte einen Boomer-Soli ins Spiel, eine Solidaritätsabgabe, die auf die Alterseinkünfte von Rentnern erhoben werden soll.
- BM Reiche forderte eine Erhöhung des Rentenalters, was im Widerspruch zum Koalitionsvertrag steht und sie sowohl vom SPD-Koalitionspartner als auch von Teilen der eigenen Partei isolierte. Diese Forderung erneuerte der CDU-Wirtschaftsrat.
- Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion blockierten die Rentenreform, weil sie angeblich ungerecht gegenüber der jüngeren Generation sei.
- Der CDU-nahe „Wirtschaftsrat“ forderte die Abschaffung von Mütterrente, der abschlagsfreien Rente mit 63 (für besonders langjährig Versicherte) und der Grundrente.
Pflichtdienstjahr für Rentnerinnen und Rentner
- Im August 2025 forderte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentnerinnen und Rentner.
- Der Vorschlag stieß auf breite Ablehnung.
Pflege
- Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände fordert eine Karenzzeit im ersten Pflegejahr
- Im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierung wird zwar eine Stabilisierung der Pflegeversicherung versprochen, konkrete strukturelle Reformen werden jedoch an Kommissionen delegiert.
- Die CDU setzt in ihrem Grundsatzprogramm auf mehr Eigenvorsorge und will die Pflegeversicherung als Teilkaskoversicherung erhalten, eine Pflegevollversicherung steht nicht zur Debatte.
Krankenversicherung
- Die Arbeitgeber fordern, die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern abzuschaffen.
- Arbeitgeber schlagen eine sogenannte Kontaktgebühr bei Arztbesuchen vor. Gesundheitsministerin Warken räumte ein, dass eine solche Wiedereinführung einer Art Praxisgebühr innerhalb der Kommission diskutiert wird.
- Die Zuzahlungen für Arzneimittel, Heilmittel und Krankenhäuser sollen dynamisiert werden – statt bisher fünf bis zehn Euro würden sich die Beträge gemäß der Preissteigerung zwischen 2004 und 2025 auf 7,50 bis 15 Euro erhöhen.
- Der CDU-nahe „Wirtschaftsrat“ forderte die Streichung von Zahnarztbehandlungen aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen. Zahnarztbehandlungen sollen künftig privat bezahlt werden.
Unfallversicherung
- Der CDU-nahe „Wirtschaftsrat“ fordert die Streichung der Versicherung für Wegeunfälle aus dem Leistungskatalog der Unfallkassen.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- Die Arbeitgeber forderten in einem Positionspapier vom Februar 2025 eine Begrenzung der Lohnfortzahlung auf sechs Wochen pro Kalenderjahr statt wie bisher pro Krankheitsfall.
- Die Arbeitgeber fordern ein Ende der telefonischen Krankschreibung.
- Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft spricht sich für die Einführung von Karenztagen aus, an denen Beschäftigte im Krankheitsfall kein Gehalt erhalten würden.
Downloads
Aktion "Kahlschlag" - Liste der Unverschämtheiten
Angriffe auf die Errungenschaften des Sozialstaats – eine Übersicht
Kurzinfo17. Juli 2026
Datei herunterladenRote Karte dem Kahlschlag - Mission Letter
Unsere Antwort auf den Kahlschlag
Positionspapier17. Juli 2026
Datei herunterladenRote Karte dem Kahlschlag - Postkarte
Broschüre / Flyer17. Juli 2026
Datei herunterladenVergangene Aktionen
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzten auf dem Gutenbergplatz in Mainz mit dem Aktionstag „Ratschlag gegen den Kahlschlag“ ein sichtbares Zeichen.