Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

Rote Karte dem Kahlschlag

Fast kein Tag vergeht ohne neoliberale Angriffe auf den Sozialstaat und die Rechte von Beschäftigten – sei es bei Rente, Pflege, Arbeitslosengeld, Arbeitszeit, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw.

Mitten in dieser Polarisierung steht eine zentrale Frage: Können wir uns den Sozialstaat noch leisten? Kritiker behaupten: „Nein, er ist zu teuer!“ Doch diese Aussage ist nicht nur emotional aufgeladen – sie ist schlicht falsch.

Damit muss Schluss sein!

Aktuelles

DGB startet Kampagne mit Aktion „Ratschlag gegen den Kahlschlag“ – Breites Bündnis angekündigt

Artikel lesen

Unsere Aktionen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Rote Karte dem Kahlschlag!

07.08.2026 Freitag

15:00 - 20:00 Uhr

Heidenmauer/Gensinger Straße, Bad Kreuznach

Veranstaltung anzeigen

Rote Karte dem Kahlschlag!

15.08.2026 Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

Fackelbrunnen, Kaiserslautern

Veranstaltung anzeigen

Rote Karte dem Kahlschlag!

22.08.2026 Samstag

Unsere Zukunft ist mehr wert als ihre Kürzungen!

11:00 - 16:00 Uhr

Berliner Platz, Ludwigshafen am Rhein

Veranstaltung anzeigen

Gewerkschaftsforum gegen den Sozialabbau

27.08.2026 Donnerstag

17:00 - 20:00 Uhr

Park Plaza Hotel, Trier

Veranstaltung anzeigen

Rote Karte dem Kahlschlag!

24.09.2026 Donnerstag

Altenkirchen

Veranstaltung anzeigen

Aktionstag: Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

26.09.2026 Samstag

Save the Date: 26.09.2026 Protest gegen "Reformpaket" in Saarbrücken

Saarbrücken

Veranstaltung anzeigen

Aktion „Kahlschlag“: Liste der Unverschämtheiten

Angriffe auf die Errungenschaften des Sozialstaats

Bürgergeld

  • Koalition plant umfassende Verschärfungen beim Bürgergeld – v.a. Wiedereinführung des Vermittlungsvorrangs, verschärfte Sanktionen
  • Linnemann forderte Totalsanktionen bei Terminverweigerern
  • Merz schlug im MDR-Sommerinterview vor, die Wohnkostenübernahme zu begrenzen.
  • Der geplante Rechtskreiswechsel für ukrainische Geflüchtete bringt keine Einsparungen, da die Verwaltungskosten steigen
  • Die AfD hetzt gegen Bürgergeldbeziehende und stellte eine kleine Anfrage zum Anteil ausländischer Staatsangehöriger im Bürgergeldbezug
  • Jobcenter und Bundesagentur für Arbeit: Die Förderung von Arbeitslosen soll reduziert werden.

Arbeitslosengeld

  • Das Institut der deutschen Wirtschaft fordert eine Vereinheitlichung der Arbeitslosengeld-Bezugsdauer auf zwölf Monate für alle Altersgruppen. Dieser Forderung schloß sich der CDU-nahe Wirtschaftsrat an.
  • Das würde eine Kürzung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten

Arbeitsmarkt 

  • Der Bundesverband der Arbeitgeber (BDA) fordert eine „Neudefinition der Erwerbsfähigkeit“, um stärker zwischen arbeitsmarktnahen und arbeitsmarktfernen Erwerbsfähigen zu unterscheiden.
  • Das wäre ein Zwei-Klassen-System: Spaltung der Erwerbsfähigen in "verwertbare" (arbeitsmarktnah) und „nicht-verwertbare“ (arbeitsmarktfern) Personen. Arbeitsmarktferne Menschen verlieren Zugang zu aktiver Arbeitsförderung, Vermittlung und Qualifizierung.
  • Das ist eine Kostenreduktion auf Kosten der Schwächsten: Langzeitarbeitslose, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Bildungsdefiziten werden faktisch als "nicht integrierbar" abgestempelt und aus dem Arbeitsmarkt ausgesondert.

Rente 

  • Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung brachte einen Boomer-Soli ins Spiel, eine Solidaritätsabgabe, die auf die Alterseinkünfte von Rentnern erhoben werden soll.
  • BM Reiche forderte eine Erhöhung des Rentenalters, was im Widerspruch zum Koalitionsvertrag steht und sie sowohl vom SPD-Koalitionspartner als auch von Teilen der eigenen Partei isolierte. Diese Forderung erneuerte der CDU-Wirtschaftsrat.
  • Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion blockierten die Rentenreform, weil sie angeblich ungerecht gegenüber der jüngeren Generation sei.
  • Der CDU-nahe „Wirtschaftsrat“ forderte die Abschaffung von Mütterrente, der abschlagsfreien Rente mit 63 (für besonders langjährig Versicherte) und der Grundrente.

Pflichtdienstjahr für Rentnerinnen und Rentner 

  • Im August 2025 forderte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentnerinnen und Rentner.
  • Der Vorschlag stieß auf breite Ablehnung.

Pflege 

  • Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände fordert eine Karenzzeit im ersten Pflegejahr
  • Im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierung wird zwar eine Stabilisierung der Pflegeversicherung versprochen, konkrete strukturelle Reformen werden jedoch an Kommissionen delegiert.
  • Die CDU setzt in ihrem Grundsatzprogramm auf mehr Eigenvorsorge und will die Pflegeversicherung als Teilkaskoversicherung erhalten, eine Pflegevollversicherung steht nicht zur Debatte.

Krankenversicherung 

  • Die Arbeitgeber fordern, die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern abzuschaffen.
  • Arbeitgeber schlagen eine sogenannte Kontaktgebühr bei Arztbesuchen vor. Gesundheitsministerin Warken räumte ein, dass eine solche Wiedereinführung einer Art Praxisgebühr innerhalb der Kommission diskutiert wird.
  • Die Zuzahlungen für Arzneimittel, Heilmittel und Krankenhäuser sollen dynamisiert werden – statt bisher fünf bis zehn Euro würden sich die Beträge gemäß der Preissteigerung zwischen 2004 und 2025 auf 7,50 bis 15 Euro erhöhen.
  • Der CDU-nahe „Wirtschaftsrat“ forderte die Streichung von Zahnarztbehandlungen aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen. Zahnarztbehandlungen sollen künftig privat bezahlt werden.

Unfallversicherung

  • Der CDU-nahe „Wirtschaftsrat“ fordert die Streichung der Versicherung für Wegeunfälle aus dem Leistungskatalog der Unfallkassen.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Downloads

Aktion "Kahlschlag" - Liste der Unverschämtheiten

Angriffe auf die Errungenschaften des Sozialstaats – eine Übersicht

Kurzinfo

17. Juli 2026

Datei herunterladen

Rote Karte dem Kahlschlag - Mission Letter

Unsere Antwort auf den Kahlschlag

Positionspapier

Soziale Sicherheit ist keine historische Fußnote und kein Kostenfaktor. Sie ist das Fundament einer
gerechten, demokratischen und solidarischen Gesellschaft. In Rheinland-Pfalz zeigt sich jeden Tag:
Gute Arbeit, verlässliche Absicherung und eine starke öffentliche Daseinsvorsorge schaffen
Zusammenhalt, wirtschaftliche Stabilität und Vertrauen in unsere Demokratie.

17. Juli 2026

Datei herunterladen

Rote Karte dem Kahlschlag - Postkarte

Broschüre / Flyer

17. Juli 2026

Datei herunterladen