Rente ist nicht nur Basisabsicherung

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Die Rente nur noch als Basisabsicherung – Bundeskanzler Friedrich Merz reiht sich mit seiner jüngsten Aussage ein in den Reigen der Politiker*innen, die dem Sozialstaat in seiner jetzigen Form das Totenglöckchen läuten. „Die gesetzliche Rente ist ein Erfolgsmodell - und zwar seit 135 Jahren. Daran müssen wir festhalten. Wir brauchen Politiker*innen, die Vertrauen schaffen und nicht durch ständige Forderungen nach Abbau und mit Vorwürfen Misstrauen säen“, so Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland.

Wer viele Jahre gearbeitet und einbezahlt habe, müsse eine auskömmliche Rente bekommen, die zum Leben reiche. „Wir müssen deshalb das Rentenniveau auf mindestens 48 Prozent stabilisieren und schrittweise auf 50 Prozent anheben“, so Wingertszahn.

Es gebe aber durchaus Stellschrauben, an denen man drehen könne, damit mehr Geld ins Rentensystem fließt. „Steigen die Löhne, steigen die Beiträge. Deshalb brauchen wir gut bezahlte Tariflöhne, also müssen wir die Tarifbindung erhöhen. Außerdem müssen wir den Kreis der Beitragszahler*innen vergrößern, indem wir beispielsweise Frauen aus der Teilzeitfalle holen, ein modernes Zuwanderungsgesetz schaffen und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ausbauen. Wir müssen zudem Selbstständige und Abgeordnete zu Beitragszahlern machen“, fordert Wingertszahn.

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