Gewerkschaften rufen in Ludwigshafen zum Protest auf
Unter dem Motto „Rote Karte dem Kahlschlag!“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Samstag, 22. August 2026, zur Demonstration in Ludwigshafen auf. Beginn ist um 11 Uhr am Berliner Platz.
Gemeinsam wollen die Gewerkschaften ein deutliches Zeichen gegen den Abbau sozialer Sicherheit und gegen Einschnitte bei den Rechten von Beschäftigten setzen.
„Wer 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, muss abschlagsfrei in Rente gehen können. Die Beschäftigten, die dieses Land über Jahrzehnte am Laufen gehalten haben und heute am Laufen halten, verdienen Respekt und Anerkennung – keine Rentenkürzungen durch die Hintertür, keine Entgrenzung der Arbeitszeit und keine Angriffe auf die soziale Sicherheit.“, erklärt Rüdiger Stein, Geschäftsführer der DGB Region Pfalz.
Längere Arbeitstage und eine weitere Aufweichung bestehender Schutzregelungen sind aus Sicht der Gewerkschaften kein Fortschritt. Beschäftigte bräuchten planbare und gesunde Arbeitszeiten sowie gute, tarifgebundene Arbeitsplätze.
„Die geplanten Einschnitte der Bundesregierung sind keine Reformen. Sie sind ein Kahlschlag, der die Existenzgrundlagen von Millionen Menschen bedroht.
Deshalb gehen wir auf die Straße – für gute Arbeit, für starke Renten und für einen solidarischen Sozialstaat.", so Stein weiter.
Als Redner*innen werden Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, Vertreter*innen der Einzelgewerkschaften, darunter auch Sinischa Horvat, Betriebsratsvorsitzender der BASF, sowie Chris Ludwig, Sprecherin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Vorderpfalz erwartet.
Der DGB lädt Beschäftigte, Rentner*innen und alle Interessierten ein, gemeinsam für soziale Sicherheit und einen solidarischen Sozialstaat auf die Straße zu gehen.