Debatte um abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren: „Kein Privileg, sondern eine Frage der Gerechtigkeit“

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Ordnungsnummer PM 027

Die Rentenkommission der Bundesregierung schlägt vor, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Unter anderen der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer kritisierte die Pläne jüngst. Auch CDU-Ministerpräsidenten schlossen sich an, während die Bundesregierung daran festhält. Der DGB Rheinland-Pfalz / Saarland wehrt sich gegen die Pläne: „Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, ist respektlos gegenüber den Menschen, die unser Land über Jahrzehnte mit ihrer Arbeit getragen haben“, so die Vorsitzende Susanne Wingertszahn.

„Wer 45 Jahre Beiträge gezahlt hat, hat sich einen abschlagsfreien Ruhestand verdient. Das ist kein Privileg, sondern eine Frage der Gerechtigkeit“, so Wingertszahn weiter. Statt immer wieder über ein späteres Rentenalter zu diskutieren, solle man dafür sorgen, dass die Menschen überhaupt gesund bis zur Rente arbeiten könnten. „Arbeitsschutz und eine stärkere Tarifbindung sind der Schlüssel – nicht die Kürzung erworbener Ansprüche“, so Wingertszahn.

Die Finanzierung der gesetzlichen Rente lasse sich nicht allein durch Leistungskürzungen sichern. „Wir brauchen mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, höhere Löhne, eine stärkere Tarifbindung und eine breitere Finanzierungsbasis. Gute Arbeit ist die beste Rentenpolitik“, so Wingertszahn.

Der DGB hat bundesweit die Kampagne „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ gestartet, mit der den Kahlschlag-Plänen der Bundesregierung am Sozialstaat die Rote Karte gezeigt wird. Den Höhepunkt stellt ein Aktionstag am 26. September 2026 dar, der für den DGB Rheinland-Pfalz / Saarland in Saarbrücken stattfinden wird.

Infos zur Kampagne findet man unter www.dgb.de/aktionstag  

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