Bundesweite Aktionstage für einen Mietenstopp: Auch in Rheinland-Pfalz spitzt sich die Situation immer weiter zu.

Datum

Ordnungsnummer PM 026

Vom 3. bis 5. Juli finden bundesweit Aktionstage für einen Mietenstopp statt. Auch in Rheinland-Pfalz spitzt sich die Situation immer weiter zu.

„Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das wird es in Rheinland-Pfalz zunehmend", sagte Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland. „Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen. Energiepreis-Schocks und Inflation verschärfen die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, den Mieterinnen mit einem sechsjährigen Mietenstopp Luft zum Atmen zu verschaffen. Wenn jetzt auch noch die angekündigte Wohngeldkürzung kommt stehen viele Beschäftigte vor dem existenziellen Kollaps

Die Zahlen unterstreichen den Ernst der Lage: In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten in Mainz um 47,9 Prozent gestiegen, in Ludwigshafen um 57,5 Prozent und in Koblenz um 48 Prozent. Im Jahr 2016 lag der Quadratmeterpreis in Mainz noch bei 10,14 Euro, Anfang 2026 bereits bei 15 Euro. „Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause oder werden aus ihren Vierteln verdrängt", betonte Wingertszahn.

Ein Mietenstopp allein reicht jedoch nicht aus. Das Bündnis „Mietenstopp“, dem auch der DGB angehört, fordert darüber hinaus:

  • einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau,
  • die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
  • eine wirksame Mietpreisbremse sowie die Ahndung von Mietwucher,
  • eine klare Verpflichtung von Kommunen, beim Neubau das Gemeinwohl in den Mittelpunkt zu stellen.

„Wohnen ist ein Grundrecht - keine Ware. Es ist höchste Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen wieder Verantwortung übernehmen und preisgünstigen Wohnraum selbst schaffen und sichern", sagte Wingertszahn.

Quelle: Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung stammen aus der empirica Preisdatenbank (VALUE Marktdaten) und bilden Angebotsmieten im Median ab – sie spiegeln die aktuelle Marktdynamik direkter wider als die Bestandsmieten. 

Weitere Informationen zur Kampagne „Mietenstopp" unter: www.mietenstopp.de

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