Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 015 - 09.05.2024

Immer mehr junge Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung in Rheinland-Pfalz

Ausbildung

DGB/Ian Allenden/123RF.com

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich wieder minimal entspannt, wie es dem aktuellen Berufsbildungsbericht 2024 zu entnehmen ist.  So wurde für Rheinland-Pfalz ein leichter Anstieg von 2,1% auf 23.454 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gezählt. Damit bleibt diese Zahl aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von den Vor-Corona Jahren, als noch über 25.000 junge Menschen ihre Ausbildung begannen.

Besonders besorgniserregend ist allerdings die wieder gestiegene Zahl der jungen Menschen ohne Ausbildung. Waren es 2020 noch 17,3%, kletterte die Zahl im Jahr 2021 schon auf den bisherigen Höchststand von 19,7%. Im Jahr 2022 wurde dieser schon wieder übertroffen:  

21,7% der 20-34 jährigen in Rheinland-Pfalz haben keine abgeschlossene Berufsbildung und befinden sich aktuell nicht in einer Ausbildung/Schule/Hochschule. Bundesweit sind es hingegen nur 19,1%. Menschen ohne formalen Berufsabschluss haben es in Deutschland schwer- sie sind überproportional von Arbeitslosigkeit, prekären Erwerbsverläufen und niedrigen Löhnen betroffen.

„Gerade in Zeiten in denen Fachkräfte rarer werden, ist das ein Unding“, so Susanne Wingertszahn. „Mit einem Zukunftsfonds für Ausbildung könnten einige junge Menschen eine zusätzlich geförderte Ausbildung beginnen. Wir appellieren an die Betriebe, auch Menschen mit schwachen Schulnoten eine Chance zu geben. Junge Menschen wachsen an Herausforderungen und benötigen Entwicklungsmöglichkeiten in ihrem Betrieb, um ihr volles Potenzial entfalten zu können. Dazu braucht es eine gute Unterstützung für die Betriebe und vor allem gut aus- und weitergebildete Ausbilderinnen und Ausbilder."


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