Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 21.09.2020

DGB solidarisch mit Belegschaften und Betriebsräten

Der DGB Kreisvorstand Saarpfalz sieht in dem angekündigten Stellenabbau bei den Unternehmen Schaeffler, Bosch-Rexroth und Casar Limbach eine ernsthafte Bedrohung für die Zukunft der Region. Nachdem bereits in den letzten Jahren unter anderem bei Bosch, Bosch-Rexroth und mit der Schließung des General Electric- Standortes in Bexbach massiv Arbeitsplätze vernichtet wurden, droht nun der Abbau von mehr als 500 weiteren Stellen. Dazu erklärt der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Saarpfalz Rainer Tobae: „Der Abbau weiterer Arbeitsplätze in der Industrie trifft die Region am Lebensnerv und muss verhindert werden. Wir stehen solidarisch an der Seite der Belegschaften, ihrer Betriebsräte und der Gewerkschaft IG Metall, die sich den Plänen der Unternehmensleitungen widersetzen. Es geht jetzt darum, die Schließung der Kugellagerproduktion bei Schaeffler und der Industriehydraulik bei Bosch Rexroth zu verhindern und betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen. Die Ursachen in den betroffenen Unternehmen sind im Detail sicherlich unterschiedlich zu betrachten. Generell darf es jedoch nicht so sein, dass die Sicherung möglichst hoher Profite über allem steht. Der Umbau der Industrie muss in erster Linie den Interessen der Belegschaften und der Region gerecht werden. Betriebsräte und IG Metall haben in diesem Sinne konstruktive Vorschläge unterbreitet, wie man beispielsweise mit neuen Produkten und Produktionslinien Beschäftigung auch in Zukunft sichern kann. Die Entscheidungen dürfen nicht alleine in Konzernzentralen getroffen werden, vielmehr sind Betriebsräte und IG Metall zu beteiligen. Sinnvoll wäre angesichts der alarmierenden Situation die Einrichtung eines runden Tisches mit Vertreter*innen aus Politik, Gewerkschaften, Betriebsräten und Kammern.“


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