DGB-Kreisverband Ahrweiler: Wechsel im Vorsitz

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Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbands Ahrweiler, Pascal Rowald, hat sein Amt nach fast neun Jahren niedergelegt, da er im März im ersten Wahlgang zum Bürgermeister der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gewählt wurde. Mit Blick auf die letzten Jahren sagt Rowald: „Ich habe mich gerne im DGB engagiert und bin nach wie vor erleichtert, dass es uns in einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis gelungen ist, den jährlichen Aufmarsch der Nazis in den Rheinwiesen zu unterbinden. Ich freue mich auf mein neues Amt und schaue dankbar auf die Jahre im gewerkschaftlichen Kontext. Dieser Blickwinkel wird mir ja nicht verloren gehen.“

Sebastian Hebeisen, DGB-Regionsgeschäftsführer, bedankt sich herzlich bei Pascal Rowald für sein außerordentliches Engagement: „Unter seiner Leitung war der DGB-Kreisverband ein verlässlicher Akteur wenn es darauf ankam, etwa im breiten Bündnis gegen den jahrelangen Naziaufmarsch in Remagen sowie nach der Flutkatastrophe, als die Gewerkschaften schnell konkrete Solidarität geleistet haben. Pascal Rowald hat den DGB im Kreis Ahrweiler durch keine einfachen Jahre geführt und war immer da, auch wenn es unbequem wurde. Dass nun ein Mensch mit dieser Haltung an der Spitze der Kreisstadt steht, ist ein gutes Zeichen. Wir wünschen ihm eine glückliche Hand und dass er vieles von dem umsetzen kann, was ihm bei dem immer noch andauernden Wiederaufbau der Stadt nach der Flutkatastrophe wichtig ist.“

Sonja Spurzem übernimmt nun den Vorsitz des DGB-Kreisverbands. Sie ist seit vielen Jahren in der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG engagiert, war langjährige Betriebsrätin und in den letzten Jahren bereits stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes. Hebeisen: „Sonja Spurzem und Pascal Rowald haben ein starkes Führungsduo gebildet und gut zusammengearbeitet, und deshalb ist es für sie selbstverständlich, nun den Vorsitz zu übernehmen. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Arbeit mit ihr.“

Einen besonderen Schwerpunkt möchte die neue Vorsitzende in den Erhalt der Arbeitsplätze in der Region setzen. „Ich lebe ja hier in der Region und möchte, dass der Landkreis eine wirtschaftliche Perspektive behält und Menschen sich hier sicher und aufgehoben fühlen.“, sagt Spurzem. Als Eisenbahnerin ist ihr ein gut ausgebauter ÖPNV ein großes Anliegen. Weitere Themen sind die ärztliche Versorgung auf dem Land, aber auch das Angebot von Kinderbetreuungseinrichtungen, die zu den Arbeitszeiten der Eltern passen. 

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