„Wir brauchen dringend eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik“

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Ordnungsnummer 001

200.000 Wohnungen fehlen in Rheinland-Pfalz bis 2030, das geht aus der Analyse des Pestel-Instituts hervor. Eine Besserung der Lage am Wohnungsmarkt sei nicht in Sicht. „Wir brauchen dringend eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik“, fordert Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland. „In Rheinland-Pfalz gehen mittlerweile im Schnitt 35 Prozent des Gehalts für die Miete und die Nebenkosten drauf. Wohnen ist Grundrecht und darf kein Luxus sein.“

Besonders dramatisch ist die Lage beim öffentlich geförderten Wohnungsbau. Der Bestand an Sozialwohnungen liegt bei 35.552. Benötigt werden 80.800 Wohnungen bis 2035, es werden also gerade mal 44 Prozent des Bedarfs gedeckt. „Das ist fatal. Die Gewerkschaften fordern eine Sozialwohnungsquote von 30 Prozent in jedem Neubaugebiet.“ 

„Der Markt regelt es eben nicht. Der Staat muss aktiv werden. Kommunale Wohnungsbaugesellschaften sollten dringend gestärkt werden. Dazu brauchen die Kommunen Unterstützung durch ein Förder- und Investitionsprogramm des Landes für den Ankauf oder Bau von Sozialwohnungen. Und durch die Gründung von Kreiswohnungsbaugesellschaften können sich Synergien bilden“, so Wingertszahn.

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