Sicht- und hörbares Zeichen für mehr Wertschätzung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst

Aktionstag von DGB und Mitgliedsgewerkschaften in Mainz

Datum

Ordnungsnummer 006

Die Gewerkschaft ver.di fordert in der aktuellen Tarifrunde sieben Prozent mehr Lohn, aber mindestens 300 Euro mehr für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei den Bundesländern. Von der Arbeitgeberseite wurde kein akzeptables Angebot vorgelegt. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, riefen der DGB, ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die IG BAU am 3. Februar 2026 zum Aktionstag in Mainz auf.

Der Aktionstag zählte insgesamt 1500 Teilnehmende. Nach einer kurzen Kundgebung am alten Postlager in Mainz starte ein Demonstrationszug durch die Innenstadt. Am Ernst-Ludwig-Platz endete der Tag mit einer großen Kundgebung mit mehreren Redner*innen aus den Gewerkschaften.

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst halten den Laden am Laufen. Gerade haben wir Sondervermögen für riesige Investitionen beschlossen. Ohne ausreichendes Personal im öffentlichen Dienst laufen die Investitionen ins Leere. Die Beschäftigten müssen wertgeschätzt werden – und diese Wertschätzung muss sich auch im Portemonnaie bemerkbar machen“, so Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland

„Anhaltend hohe Belastung der Beschäftigten, wachsende Herausforderungen im Kontakt mit Bürger*innen: Das muss endlich erkannt und wertgeschätzt werden. Die Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst setzen sich tagtäglich für ein gutes Zusammenleben der Menschen in unserem Land ein“, so Marion Paul, Landesbezirksleiterin ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland.

„Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Das wird von allen Seiten, auch von der Politik, gepredigt. Bildung muss uns dann aber auch etwas wert sein. Wer hier spart, gefährdet die Qualität der Bildung und damit die Zukunftschancen unserer Kinder. In vielen Bildungsbereichen fehlt Personal. Die Attraktivität dieser Jobs können wir durch bessere Bezahlung erhöhen“, so Kathrin Gröning, Landesvorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz.

„Auf die Polizei ist immer Verlass, unsere Tarifbeschäftigten leisten unverzichtbare Arbeit für uns alle. Trotzdem sehen sich die Polizist*innen Angriffen, Respektlosigkeiten und Anfeindungen ausgesetzt. Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit bedeutet für uns auch eine anständige Bezahlung. Eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf Beamt*innen sowie auf die Versorgungsempfänger*innen ist zwingend“, so René Klemmer, stellvertretender Landesvorsitzender der GdP Rheinland-Pfalz.

Thomas M. Kreten, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU: „Für den klimagerechten Um- und Wiederaufbau unserer Wälder brauchen wir mehr Personal. Das finden wir aber nur, wenn anständig und konkurrenzfähig entlohnt wird.“

Beim ersten Verhandlungstermin der Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Anfang Dezember hatte die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt und lediglich auf die schwierige Haushaltslage verwiesen. Auch in den Verhandlungen am 15. / 16. Januar 2026 konnte kein Ergebnis erzielt werden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für 11. bis 13. Februar 2026 geplant.

zurück