Deutscher Gewerkschaftsbund

29.09.2019

Unser Herz aus Stahl muss weiterschlagen.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Deutsche Gewerkschaftsbund im Saarland steht fest und solidarisch an Eurer Seite und unterstützt Euch und Eure Forderungen im Kampf um den Erhalt Eurer Arbeitsplätze.

Ihr alle habt in den vergangenen Jahren hart gearbeitet und mit Eurem Fleiß, Engagement und Tatkraft dafür gesorgt, dass unser Industrieland Saarland im Vergleich der Bundesländer gut aufgestellt war. Unsere heimische Stahlindustrie hat viel in Klima- und Umweltschutz investiert und arbeitet nicht nur klimafreundlich und sauber, sondern achtet darüber hinaus auch Arbeitnehmerrechte, was von den außereuropäischen Mitbewerbern nicht immer zu behaupten ist. Unsere Montanmitbestimmung und Eure Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sind Garant dafür!

Ihr habt gemeinsam mit Euren Betriebsräten, Vertrauensleuten und unserer IG Metall immer wieder auf die einseitigen Belastungen der Stahlindustrie hingewiesen und zu Recht das dringendst notwendige Handeln der Politik in Berlin und Brüssel eingefordert.

Dazu fordern wir aber auch eine offene, direkte und transparente Kommunikation seitens des Vorstandes ein. Der Vorstand kann nur mit der betrieblichen und der Unternehmensmitbestimmung gemeinsam tragfähige Zukunftslösungen entwickeln. 

Worte und Versprechen habt Ihr viele gehört, um nicht zu sagen genug; jetzt müssen endlich Taten folgen. Es kann und darf nicht sein, dass durch Überkapazitäten, Billigimporte, steigende Energiepreise und den in Europa eingeführten CO2-Emissionshandel die sauberste und umweltfreundlichste Stahlindustrie geopfert wird.

Darüber hinaus müssen wir uns alle gemeinsam gegen eine beginnende, schleichende Deindustriealisierung aussprechen. Mit Blick auch auf ZF-Getriebe, die Saarbrücker Gusswerke und weiterer gefährdeter Betriebe im Saarland sagen wir:

 

Das habt Ihr nicht verdient!

Das haben Eure Familien nicht verdient!

Das hat unsere saarländische Stahlindustrie nicht verdient!

Das hat unser Saarland nicht verdient!

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren der Politik,

lassen Sie das Paradoxe nicht zu, dass die umweltfreundlichste Stahlindustrie der Welt durch unter anderem nicht gerechte und nicht zu schaffende Umweltabgaben kaputt gemacht wird, während in anderen Ländern weiter klimaschädlich produziert werden kann.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ihr sagt zu Recht, dass Ihr nicht das Problem seid, sondern ein Teil der Lösung!

Dazu steht auch der DGB im Saarland und unterstützt Euch mit aller Kraft!

 

Herzliches Glück Auf!

 

 

 

Unser Saarland hat ein Herz aus Stahl

IG Metall Banner "Unser Saarland hat ein Herz aus Stahl" IG Metall Völklingen


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