Deutscher Gewerkschaftsbund

24.06.2013

Bezirksjugendkonferenz des DGB West

Bezirksjugendkonferenz

DGB

Auf der 3. Ordentlichen DGB-Bezirksjugendkonferenz West am 22. und 23. Juni 2013 in Kirkel haben rund 50 Delegierte unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ über Anträge zu den Themen Ausbildung, sichere Beschäftigung, soziales Europa und solidarische Alterssicherung beraten. Zentrale Forderungen der Bezirksjugendkonferenz waren die Neugestaltung des Übergangssystems, eine ausreichende Ausstattung der Berufsschulen und gut geschulte Ausbilder/-innen.

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Weiterhin forderten die Delegierten die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 € sowie gesetzliche Regelungen für Praktika. Die Gewerkschaftsjugend beschloss die Anträge zur Abschaffung jeglicher Studiengebühren und eine Verbesserung der Studienbetreuung, -qualität und des Studienzugangs. 

Leonie Hein, die die Nachfolge von Susanne Wingertszahn als Bezirksjugendsekretärin antritt, erklärte: „Glaubt man der Wirtschaft, werden händeringend junge Arbeitskräfte gesucht.“ Unbesetzte Ausbildungsstellen gebe es aber gerade in Bereichen, in denen die Arbeitsbedingungen oder die Bezahlung schlecht sind. Außerdem wären vor allem junge Menschen von prekären Beschäftigungsverhältnissen wie Leiharbeit und befristeten Verträgen betroffen.

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Das belegt auch der regelmäßige Ausbildungsreport der DGB-Jugend. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wer Fachkräfte will, muss selber gut ausbilden und eine Perspektive bieten", erklärte Hein.

Die DGB-Jugend forderte zudem eine solidarische und offene Gesellschaft. „Wir stellen uns entschieden gegen rassistisches, sexistisches, nationalistisches und antisemitisches Gedankengut und werden deswegen auch in Zukunft auf die Straßen gehen, um deutliche Zeichen zu setzen“, so Mike Kirsch, Landesjugendsekretär im Saarland.

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Die DGB-Jugend West lädt alle vier Jahre zur Bezirksjugendkonferenz. Die Beschlüsse, die dabei gefasst werden, bestimmen die Ausrichtung der Gewerkschaftsjugend in Rheinland-Pfalz und dem Saarland für die kommenden vier Jahre. „Die Arbeit der Jugend ist von großer Bedeutung für die Gewerkschaften“, betonte der DGB-Bezirksvorsitzende Dietmar Muscheid.  „Unsere Gewerkschaftsjugend ist in Bewegung und hat Ansagen zu machen – sie wird die Gesellschaft mitgestalten und die Forderungen nach guter Ausbildung, guter Bildung und Gerechtigkeit in die Gesellschaft tragen.“


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