Deutscher Gewerkschaftsbund

"Flächenbrand":

Nicht erst seit dem Prozess gegen die Kameradschaft Westerwald, dem rechtsextrem motivierten Brandanschlag in Wetzlar und der Zerstörung von Schaufenstern von Parteibüro und Buchladen in Siegen wird deutlich, dass die neue Rechte auf die Instrumente von vor 72 Jahren setzt. Die Vorsitzende der DGB Region Koblenz, Gabi Weber und der Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion Hendrik Hering, MdL erinnerten an die gerade einmal 20 Jahre zurückliegende Ermordnung eines jungen Kurden in Hachenburg und die einstigen und aktuellen Schwerpunkte der Rechtsradikalen um Unnau und im hohen Westerwald. Bei den an die Öffentlichkeit gedrungenen Vorfällen mit extrem rechtem Hintergrund kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass es sich um vereinzelte, voneinander isolierte Einzelfälle handelt, sondern bereits um einen Flächenbrand.

Flächenbrand ist daher der Name einer Broschüre, die vom Verein >>argumente.netzwerk antirassistische bildung e.V.<< herausgegeben wurde und in Zusammenarbeit mit den DGB Regionen, Koblenz, Südwestfalen und Mittelhessen vertrieben wird.

Flächenbrand dokumentiert das Netzwerk der extrem Rechten, die in ihr agierenden Gruppen, Personen und deren Aktivitäten und nicht zuletzt deren Codes, Lifestyle und Symbole.

Flächenbrand soll die Öffentlichkeit - vor allem Lehrer, Politiker, Betriebs- bzw. Jugend- und Auszubildendenvertreter - aufklären. "Ziel ist es, so Gabi Weber, eine gesellschaftspolitische Debatte zu diesem Thema anzustoßen. Jeder soll wissen, woran man die rechtsextreme Szene erkennt. Das ist die Grundlage, um gegen sie vorgehen zu können. Kein Lehrer soll mehr sagen können, dass er nicht wisse, dass die Ziffer 18 auf dem T-Shirt eines Schülers für >Adolf Hitler< steht." Menschen der Neonaziszene zuzuordnen, ist schwieriger geworden. Die Einteilung nach Glatze und Springerstiefeln funktioniert nicht mehr. Die wichtigsten Codes und Symbole und die relevantesten neonazistischen Organisation werden in der Broschüre dargestellt.

Die Broschüre kann bei der DGB Region Koblenz gegen eine Schutzgebühr von 4 € pro Stück gegen Rechnung bezogen werden.


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