Deutscher Gewerkschaftsbund

16.01.2020

Neujahrsempfang des DGB im Saarland

 Einladung

DGB

 

Zum ersten Mal luden die DGB-Region Saar und der DGB-Bezirk Rheinland-Pfalz/Saarland zu einem gemeinsamen Neujahrsempfang in den Großen Saal der Arbeitskammer ein. Unter dem Motto „Reden wir über…“ widmeten sich Eugen Roth (stellvertretender Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz/Saarland) und Bettina Altesleben (Geschäftsführerin der DGB-Region Saar) in ihren vor rund 100 Gästen gehaltenen Redebeiträgen dem DGB-Zukunftsdialog und damit den aktuellen Herausforderungen für Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräte. Roth bezeichnete die anstehende Transformation in der Arbeitswelt als „eine Jahrhundert-Herausforderung für das Saarland!“ Das Saarland habe das 2012 abrupt eingeleitete Bergbau-Ende bis heute nicht verkraftet, so der Gewerkschafter. Aktuell stehe neben der Stahlindustrie auch die Zukunft der Automobilindustrie auf dem Spiel, welche inklusive der Zulieferbetriebe im Saarland für 44.000 Arbeitsplätze verantwortlich ist. Weiterhin lobte Roth das Einstehen des Saarlandes für Tariftreue bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und ein „Fairer-Lohn-Gesetz“, welches prägend und wichtig für die Beschäftigten im Saarland sei.

Regionsgeschäftsführerin Bettina Altesleben lobte die Arbeit der ehrenamtlich Aktiven in den sechs DGB-Kreisverbänden im Saarland, deren rege Beteiligung den DGB-Zukunftsdialog in der Öffentlichkeit sichtbar mache. Ein Thema, dass sich wie ein roter Faden durch die Beiträge zog, mit denen sich Roth und Altesleben abwechselten, war die sozial gerechte Gestaltung des Klimaschutzes. Bettina Altesleben wies darauf hin, dass mit dem Unwort des Jahres 2019 („Klimahysterie“) auch die gesellschaftliche Bedeutung der Klimapolitik hervorgehoben wurde, dass jedoch Gewerkschaften in Betrieben der Umwelttechnologien bisher weniger Einfluss als in der Industrieproduktion hätten. Altesleben forderte die Beschäftigten in den grünen Technologien zum Schulterschluss auf: „Zeigt Eure Solidarität, wenn in der Pflege, im ÖPNV, in Kindergärten und Kitas, in der Bildung oder im Sicherheitsbereich gestreikt oder für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert wird!“ Die Gewerkschafterin kritisierte das gewachsene Reichtums-Armuts-Gefälle in Deutschland und sprach sich gegen eine weitere Spaltung der Gesellschaft aus. Positiv erwähnte sie die gewerkschaftlichen Kampagnen und Tarifauseinandersetzungen, beispielsweise für benachteiligte Berufsgruppen im sozialen Bereich: „Pflege, Erziehung, Bildung und Sicherheit gibt es nicht umsonst!“

 

 

Neujahrsempfang

Bettina Altesleben, Eugen Roth und den beiden Glücksbringern, Schornsteinfeger Timo Agesa und Erik Apfelbaum DGB

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Begrüßung durch die Schornsteinfeger DGB

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