Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 19.03.2012

Schlecker

DGB Rheinland-Pfalz begrüßt Einigung auf Schlecker-Bürgschaft / Muscheid: „Lieber heute bürgen, als morgen Arbeitslosigkeit finanzieren“

Der DGB Rheinland-Pfalz begrüßt die Entscheidung der Bundesländer, für einen Schlecker-Kredit zu bürgen. „Wir müssen Arbeitslosigkeit verhindern und den Schlecker-Mitarbeitern im Land eine Perspektive eröffnen“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid. Die Schließung von über 100 Filialen in Rheinland-Pfalz sei eine „Sondersituation“, die staatliches Eingreifen notwendig mache.

Es sei unwahrscheinlich, dass die Bürgschaften zu tatsächlichen Zahlungen der Länder führen würden, sagte Muscheid weiter. Die bei Schlecker geplanten Transfergesellschaften könnten aber gerade Geringverdiener fit für den Arbeitsmarkt machen. „Präventive Sozialpolitik ist genau der richtige Ansatz. Lieber heute bürgen, als morgen Arbeitslosigkeit finanzieren.“

Unternehmerische Fehlentscheidungen seien nicht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Schlecker anzulasten. Der DGB Rheinland-Pfalz begrüße daher, dass die Bundesländer nun geschafft hätten, was der Bund zuvor abgelehnt habe: „Eine Zwischenfinanzierung auf die Beine zu stellen, die das direkte Abdriften von Tausenden in die Arbeitslosigkeit verhindert.“


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis