Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 043 - 24.11.2021
#neinzugewaltanfrauen

DGB: „Null Toleranz gegenüber Gewalt und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz“

In Deutschland erlebt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt. Meistens zu Hause, in einer Partnerschaft. Jeden Tag versucht ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Femizide, Morde an Frauen aufgrund ihres Geschlechts, werden in Deutschland jeden dritten Tag verübt, von Männern aus allen sozialen Gesellschaftsschichten und Kulturen.

„Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein großes Problem, darüber zu reden vielfach ein Tabu. Dieses Tabu muss gebrochen werden. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf, um insbesondere Frauen vor Gewalt zu schützen, “ sagt Susanne Wingertszahn, die Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland.

Auch in der Arbeitswelt erleben Frauen sexualisierte Gewalt alltäglich. „Für uns Gewerkschaften gilt: Null Toleranz gegen Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Deshalb wollen wir Beschäftige, Auszubildende, Frauen und Mädchen ermutigen, ein klares Stopp zu setzen, sich zu wehren und sich dem Betriebs- oder Personalrat anzuvertrauen“, sagt Wingertszahn weiter.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat mit der „Konvention 190“ vor zwei Jahren erstmals ein internationales Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz beschlossen. „Diese Konvention muss jetzt rasch von der neuen Bundesregierung in Deutschland umgesetzt werden, damit sich Frauen endlich besser gegen sexualisierte Gewalt in der Arbeitswelt wehren können“, ergänzt Wingertszahn.

Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, werden vor Gewerkschaftshäusern oder öffentlichen Plätzen in Rheinland-Pfalz und im Saarland Fahnen mit der Aufschrift „Nein zu Gewalt an Frauen“ zu sehen sein. Botschaften, die der DGB an diesem Tag setzt, sind „Stop Sexismus“, „Nein zu Gewalt an Frauen“ oder „Mach meine Kollegin nicht an“.


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