Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 01.01.2011

Ausblick 2011

Aufschwung muss bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen

Mit Blick auf die wirtschaftliche Erholung der zurückliegenden Monate und die optimistischen Prognosen für 2011 fordert der rheinland-pfälzische DGB Landesvorsitzende, Dietmar Muscheid, dass im nächsten Jahr der Aufschwung auch bei den Arbeitnehmern ankommen müsse.

„Insbesondere die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Ihrige dazu getan, dass die meisten Unternehmen im Land gut durch die Krise gekommen sind; jetzt ist es an der Zeit die Beschäftigten an der positiven Entwicklung teilhaben zu lassen“, so Muscheid.

Dies gelte auch für die Beschäftigten des Landes, die nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgehängt werden dürften.

Von den Unternehmen fordert Muscheid im neuen Jahr, für mehr dauerhafte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu sorgen.

„Nicht Billigjobs oder Leih- und Zeitarbeit, sondern reguläre, unbefristete Beschäftigungsverhältnisse geben den Menschen eine verlässliche Perspektive; daran müssen auch die Unternehmer für die weitere Entwicklung ihrer Unternehmen ein Interesse haben“, so Muscheid.

Um jungen Menschen eine Perspektive zu geben und den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern, müssten noch mehr Anstrengungen unternommen werden, allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu bieten.

Muscheid: „Allen Schulabgängern die Chance zu einer qualifizierten Ausbildung zu geben, ist eine Zukunftsinvestition für die jungen Menschen und die Unternehmen und wer den Fachkräftemangel vermeiden will, der muss jetzt mehr junge Menschen ausbilden“.

Im neuen Jahr bliebe auch die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn ganz oben auf der Agenda.

„Es war und bleibt unser Ziel, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. In immer mehr Branchen entziehen sich Unternehmen der Tarifbindung und durch die Öffnung des Arbeitsmarktes für die osteuropäischen EU Länder verschärft sich das Problem ab dem 1. Mai; hier ist der Gesetzgeber gefordert, endlich zu handeln“, so Muscheid.

Bei der Arbeitsmarktpolitik dürften die „Erfolgsmeldungen“ der letzten Monate nicht dazu führen, die vielen Langzeitarbeitslosen aus dem Blick zu verlieren.

Muscheid: „Hier darf nicht Sparen das Gebot der Stunde sein, sondern es gilt die Arbeitsmarktinstrumente zu nutzen, um Arbeitslose zu qualifizieren und fit zu machen für den Arbeitsmarkt“.

 


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