Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 15.09.2015

DGB zieht erste Mindestlohn-Bilanz

Löhne rauf, Aufstocker runter, Entwarnung am Arbeitsmarkt!

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn. Was hat sich in Rheinland-Pfalz und dem Saarland getan? Zeit für eine erste Bilanz.

„Der Arbeitsmarkt ist stabil, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gestiegen, die Zahl derjenigen, die ihren Lohn mit Arbeitslosengeld II aufstocken müssen, ist weiter rückläufig. Die Drohkulissen der Mindestlohngegner vor der Einführung – alles nur Schimären“, fasst Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland, die Ergebnisse nach acht Monaten Mindestlohn zusammen.

Mehr als 70.000 Beschäftigte in Rheinland-Pfalz und nochmals rund 19.000 Beschäftigte im Saarland profitieren von der Lohnuntergrenze. Auch in vielen Dienstleistungsbereichen, etwa dem Gastgewerbe, wurden seit Beginn des Jahres neue Stellen geschaffen. Eine der Branchen, in denen der Arbeitgeberverband DEHOGA in Rheinland-Pfalz besonders laut Stimmung gegen den Mindestlohn gemacht und vor Jobverlusten gewarnt hatte.

„Der Mindestlohn hat sich bewiesen, jetzt muss es darum gehen ihn weiterzuentwickeln“, meint Dietmar Muscheid. „Wir brauchen keine weitere Diskussion über Ausnahmen oder eine Aussetzung der Kontrollen.“

Eine Absage erteile Muscheid auch den Forderungen, Flüchtlinge unter Mindestlohn bezahlen zu können. „Arbeit ist Arbeit und die muss entsprechend bezahlt werden – mit mindestens 8,50 Euro pro Stunde“, so Muscheid abschließend.


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