Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 021 - 07.05.2021
Tag der Befreiung vom Faschismus

DGB fordert: Der 8. Mai muss bundesweiter Feiertag werden

Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die Terrorherrschaft der Nazi-Diktatur endete. Es war der Tag der Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg und die Befreiung vom Faschismus. Dieser Tag jährt sich morgen zum 76. Mal und er sollte ein gesetzlicher Feiertag werden, fordert Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland:

„Am 8. Mai gedenken wir Millionen von Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden. Es war der Tag, an dem die unzählbaren Gewaltverbrechen des Naziregimes endeten, die aus rassistischen, antisemitischen, homophoben, ableistischen und antiziganistischen Motiven heraus begangen wurden. Wir haben die Pflicht, die Erinnerung an die Opfer dieser Verbrechen am Leben zu halten. Die gesellschaftliche Verantwortung dafür wächst, denn leider leben nur noch wenige Zeitzeug*innen, die aus eigener Erfahrung von den Gräueltaten berichten können. Deshalb braucht es den 8. Mai als gesetzlichen Feiertag gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung.“

Muscheid weist darauf hin, dass der Einfluss rechter Parteien und Organisationen in den vergangenen Jahren gestiegen ist.

„Mit der AfD sitzt eine Partei im Bundestag und den Landtagen, der es mit kalkulierten sprachlichen Grenzüberschreitungen gelungen ist, die Grenzen des Sagbaren im gesellschaftlichen Diskurs immer weiter nach rechts zu verschieben. Rassistische und antisemitische Äußerungen finden in Deutschland deshalb wieder eine breitere Zustimmung. Dies ist eine brandgefährliche Entwicklung!“, findet Muscheid und verweist auf mehr als 200 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990.

„Nicht umsonst hat der Bundesinnenminister bei der Vorstellung der Statistik der politisch motivierten Straftaten vor wenigen Tagen die rechte Gewalt als größte Bedrohung für unser Land betont und auf eine zunehmende Radikalisierung hingewiesen. Die Gewerkschaften fühlen sich der Stärkung der Demokratie verpflichtet und stellen sich mit ihrer Arbeit in den Betrieben und ihrer gewerkschaftlichen Bildungsarbeit gegen autoritäre Politikvorstellungen, gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung.“, erklärt Muscheid.


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