Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011 - 09.03.2021
Equal Pay Day 2021: Verdienstunterschied in Rheinland-Pfalz bei 15%, im Saarland bei 20%

Wir brauchen eine echte Aufwertung frauendominierter Berufe

Der DGB macht zum Equal Pay Day, am 10. März 2021, darauf aufmerksam, dass Frauen in Deutschland immer noch durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer in der Lohntüte haben. „Auch wenn der sogenannte Gender Pay Gap inzwischen leicht zurückgeht, besteht kein Grund zur Freude. Deutschland hat damit immer noch eine der höchsten Lohnlücken innerhalb der Länder der Europäischen Union. Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir auch in dieser Frage noch weit entfernt“, erklärt Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland.

Um die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen endlich zu überwinden, müssten insbesondere frauendominierte Berufe deutlich besser bezahlt werden. „Durch die Corona-Pandemie ist erneut deutlich geworden, wie wichtig die Arbeit vor allem von Frauen im Gesundheitswesen, im Einzelhandel oder auch in den Kindertagesstätten ist, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Es ist völlig inakzeptabel, dass sogar in vielen Bereichen, in denen systemrelevante Arbeit geleistet wird, bisher kein ordentlicher Tarifvertrag gilt. Das muss sich schleunigst ändern! Generell brauchen wir eine echte Aufwertung frauendominierter Berufe.“, ergänzt Muscheid.

Hintergrund: Der Equal Pay Day markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Um das Einkommen zu erzielen, das Männer bis zum 31. Dezember 2020 erhalten haben, müssen Frauen bis weit ins Jahr 2021 hineinarbeiten. Derzeit beträgt der Lohnabstand 69 Tage.   


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