Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25 - 07.05.2020
75 Jahre nach Befreiung von NS-Regime

DGB fordert, 8. Mai als gesetzlichen Feiertag

Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des zweiten Weltkriegs und die Befreiung Deutschlands vom Naziregime. Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland, fordert, diesen Tag zum gesetzlichen Feiertag zu erklären:

„Vor 75 Jahre wurde die Schreckensherrschaft des NS-Regimes beendet, Deutschland wurde befreit, das Leid, das von deutschem Boden in die Welt getragen wurde, war unermesslich groß. Wir, die wir heute leben, haben die Verantwortung, alles dafür zu tun, dass sich die Verbrechen von damals nie wieder wiederholen können. Es muss uns deshalb vor der Welt mit Scham erfüllen, dass mit der AfD heute wieder eine Partei in den Parlamenten der Länder und sogar als stärkste Oppositionspartei im Bundestag sitzt, die sich offen der Sprache des NS-Regimes bedient. Genau wie die Täter damals versucht auch die AfD die Gesellschaft in ein „Wir“ und ein „Die“ zu trennen. Durch ihren Hass fühlen sich immer wieder Menschen dazu aufgefordert, zu morden. Vertreter der AfD fordern eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad und verspotten den Tag der Befreiung als Tag der absoluten Niederlage.

Es gibt nur noch wenige Menschen, die den Terror des NS-Regimes selbst erlebt haben und uns davon aus erster Hand berichten können. Wenn ihre Stimmen verstummen, wird es umso wichtiger, die Erinnerung an ihre Geschichten und das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte wach zu halten. Umso besser uns dies gelingt, desto schwerer wird es für die Rassisten und Faschisten im Land, andere mit ihren menschenverachtenden Ideen zu verführen. Zur Stärkung der Erinnerungskultur gehört aus unserer Sicht auch, den 8. Mai als einen Tag gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zum gesetzlichen Feiertag zu erklären, wie es die Holocaust-Überlebende Esther Bejerano aktuell in einer Petition fordert.“

Mehr zur Petition finden Sie auch hier.


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