Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 25.03.2011

Equal Pay Day

Frauen müssten in Deutschland in diesem Jahr 84 Tage mehr arbeiten als ihre männlichen Kollegen, um auf das gleiche Entgelt zu kommen, so der Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz, Dietmar Muscheid, heute in Mainz.

Der heutige Equal Pay Day macht auf die gravierenden Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland aufmerksam. Bei einem Vergleich aller Einkommen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern liegt der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen 23 Prozent unter dem von Männern. Deutschland nimmt damit einen der hinteren Plätze innerhalb der Europäischen Union ein.

Muscheid: „Zwar nimmt die Zahl der erwerbstätigen Frauen zu – Rheinland-Pfalz liegt hier sogar knapp über dem Bundesdurchschnitt – aber viele von ihnen arbeiten in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung mit entsprechend geringerem Einkommen. In Rheinland-Pfalz sind zwei Drittel der geringfügig Beschäftigten Frauen.“

Frauen dürfen nicht länger dafür bestraft werden, dass sie Dienstleistungen erbrächten, Menschen pflegten oder Kinder erzögen. Gesetzliche Mindestlöhne auch in typischen ‚Frauenberufen’ seien für die Gewerkschaften ein Ziel zur  Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt, so Muscheid.


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