Deutscher Gewerkschaftsbund

16.04.2024

Stadtverwaltung Pirmasens

Stadtverwaltung Pirmasens

DGB RLPS

Ausgangssituation


Es sollte ein Angebot geschaffen werden, das die Gesundheit der Beschäftigten fördert und das gemeinschaftliche Miteinander der Beschäftigten stärkt.

Projekt

Im Gespräch des Personalrats mit dem Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens wurde das Anliegen vorgetragen und in Anlehnung an ein Projekt zum Gesundheitsschutz der französischen Partnerstadt Poissy entwickelt. Dort werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von der Arbeitszeit freigestellt, um während der Dienstzeit unter der Anleitung von TrainerInnen Sport treiben zu können. Der Personalrat griff die Idee auf und führte eine Umfrage unter den 982 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Pirmasens durch, ob ein grundsätzliches Interesse an einem solchen Angebot besteht und ob sich Kolleginnen und Kollegen zu Trainerinnen und Trainern ausbilden lassen möchten. Eine Dienstvereinbarung regelt nun, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Betriebssportgruppen aktiv sind, pro Woche die Hälfte ihrer Trainingszeit, jedoch maximal 45 Minuten, als Arbeitszeit anerkannt bekommen. Außerdem werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich als Übungsleiter oder Trainer ausbilden lassen und dann für mindestens zwei Jahre Betriebssport anbieten, unterstützt, indem sich die Stadtverwaltung Pirmasens an den Kosten für die Ausbildung beteiligt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Übungsleiter oder Trainer ausgebildet sind und eine Betriebssportgruppe leiten, erhalten die Zeit, in der sie Übungen anleiten, ebenfalls als Arbeitszeit anerkannt – höchstens aber 90 Minuten wöchentlich. Inzwischen haben sich die Stadtwerke Pirmasens dem Projekt angeschlossen und die Dienstvereinbarung für die dort beschäftigten Kolleginnen und Kollegen übernommen. Sie trainieren in den städtischen Betriebssportgruppen, was die Kommunikation zwischen Stadtverwaltung Pirmasens und Stadtwerken positiv beeinflusst.

Vorgehensweise

Personalrat hat Anregungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgegriffen
Idee gemeinsam mit dem obersten Dienstherrn entwickelt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form einer Umfrage einbezogen

„Hier bringt sich der Personalrat konstruktiv und mit guten Ideen ein, um die Lebensqualität der Kolleginnen und Kollegen nachhaltig zu verbessern. Der Ansatz, mit den Kolleginnen und Kollegen Sport treiben zu können, schafft regelmäßig gemeinsame Erlebnisse, was einen positiven Effekt auf die teaminterne Zusammenarbeit und das Arbeitsklima in der Dienststelle haben kann.
Dass die Sporteinheiten mit 45 Minuten wöchentlich auf die Arbeitszeit angerechnet werden, erleichtert es den Beschäftigten, sportlichen Aktivitäten im Alltag Raum zu geben. Ein gelungenes Projekt, das sich eins zu eins auf andere Dienststellen übertragen lässt.“


Dietmar Muscheid
Vorsitzender DGB
Rheinland-Pfalz / Saarland


Nach oben

Logo DGB Jugend
DGB
Logo DGB Beamte
DGB
Logo DGB Frauen
DGB

Direkt zu ihrer Gewerkschaft