Deutscher Gewerkschaftsbund

22.02.2024

PFW Aerospace GmbH Speyer

PFW

DGB RPSL

Ausgangssituation

Die Corona-Krise traf die Luftfahrtbranche ganz besonders hart. Kurzarbeit war auch bei PFW die Folge. 300 Leiharbeiter wurden sofort abgemeldet, befristete Verträge nicht verlängert. Nach einer Übernahme durch Hutchinson bestand für die Stammbelegschaft die Standortsicherungsvereinbarung (bis 2026). Der Konzern begann mit dem Umbau des Unternehmens.

Projekt

Der Betriebsrat erkannte das Potential, aber auch die Risiken der Umbaumaßnahmen. Der Standortsicherungsvertrag erschwerte die Transformation der PFW. Der Betriebsrat sah den Standort in seiner Existenz bedroht. Er wollte die Zukunft des Unternehmens nicht verhindern, sondern mit Hilfe einer neuen Zukunftsvereinbarung aktiv mitgestalten.

Vorgehensweise

Vorschlag des Betriebsrats mit Hilfe der TBS an die Geschäftsführung, die Standortsicherung im Sinne der Zukunftspläne umzuformulieren
Abschluss einer Zukunftsvereinbarung, die auf einer außergewöhnlich beteiligungsorientierten Betriebsversammlung kommuniziert wurde
Standortsicherung bis 2029 sichergestellt
Unternehmensführung wurde überzeugt, die Transformation beteiligungsorientiert anzugehen: Unter anderem mit Workshops mit Mitarbeitenden zu Transformationsprojekten

„Transformation kann nur gelingen, wenn die Beschäftigten beteiligt werden. Die Preisträger sind nicht nur ein tolles Beispiel dafür, wie Beschäftigte zu Mitgestaltenden werden können, deren Ideen und Mut es braucht. Das Beispiel steht auch ganz anschaulich für den enorm wichtigen Beitrag, den Mitbestimmung zur Sicherung von Standorten und der Zukunft von Arbeit leistet.“

Dr. Johanna Wenckebach
Wissenschaftliche Direktorin des Hugo-Sinzheimer Instituts (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung


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