Deutscher Gewerkschaftsbund

26.07.2023
Das Fachkräfte ABC des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland

R - von Rente bis Ressourcen

Inhaltsverzeichnis

Rente

Rente

DGB RLPS

Rente

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Renten sind das Spiegelbild der eigenen Erwerbsbiografie. Arbeitnehmer*innen müssen sich nach ihrem Erwerbsleben auf eine gute Rente im Alter oder bei Erwerbsminderung verlassen können. Die Höhe der Rente muss für das gewohnte Leben und die aktuelle Wohnung reichen. Für eine gute Rente braucht es demnach eine hohe Erwerbsbeteiligung, gute Entgelte, gesunde Arbeitsbedingungen und sichere Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente. Die demografischen Veränderungen stellen für die Finanzierung der Alterssicherung eine erhebliche Herausforderung dar, die jedoch politisch gestaltbar ist. Nicht das Verhältnis zwischen Jung und Alt ist entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben.

Fakten:

-          DGB Rentenreport Rheinland-Pfalz

-          DGB Faktenblätter zum Thema Rente

-          Bericht zur Rentenpolitik


Gesetzliche Rente stärken!

·         Stabilisierung und Erhöhung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent

·         Steuerfinanzierter Bundeszuschuss muss steigen

·         Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung. Im ersten Schritt sind die Selbstständigen einzubeziehen.

·         Keine Erhöhung des Renteneintrittsalters

·         Der solidarische Ausgleich muss gestärkt werden. Niedriger Lohn, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung, Pflege oder Bildung dürfen keine Löcher in die Rente reißen.

 

Mehr Infos:

https://www.dgb.de/rente#!/Start

https://www.dgb.de/themen/++co++5c26fb50-701b-11ea-8f86-52540088cada

https://www.boeckler.de/de/rentenversicherung-altersvorsorge.htm

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Mediathek/Broschueren/broschueren_node.html

 

Ressourcen nachhaltig nutzen

Nicht zuletzt angesichts der fortschreitenden Verknappung natürlicher Rohstoffe ist Ressourceneffizienz eine Grundvoraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften. Maßnahmen zum Umweltschutz – ob im Betrieb oder der Dienstelle – steigern die Ressourceneffizienz und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig können Kosten gesenkt und damit Wettbewerbsfähigkeit bzw. Standortsicherheit gestärkt werden.

Weltweit betrachtet waren für das Jahr 2023 bereits am 28. Juli die Rohstoffe verbraucht, die in einem Jahr nachwachsen und regeneriert werden können. Entsprechend wird dieser Tag als Erdüberlastungstag bezeichnet. Bemerkenswert ist, dass diese Bilanz zunehmend ungünstiger ausfällt: Zur Jahrtausendwende lag dieser Tag noch im September, in den 70er Jahren sogar erst im Dezember. Bezogen auf Deutschland stellt sich die Bewertung noch einmal drastischer dar, denn der nationale Überlastungstag liegt aktuell bereits im Mai.

Vor diesem Hintergrund wird schnell offensichtlich, dass ein zukünftiges Wirtschaften insbesondere auf Basis fossiler Ressourcen zulasten der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen geht – sowohl in Bezug auf die dadurch verbrauchten Ressourcen an sich als auch infolge der mit dem Ressourcenverbrauch verursachten Umweltbeeinträchtigung.

Um nicht dem Fehlschluss zu erliegen, grundsätzlich den hohen Industrieanteil, das verarbeitende Gewerbe, das hohe Verkehrsaufkommen oder die Landwirtschaft verantwortlich zu machen, ist vielmehr die Art und Weise unseres Wirtschaftens auf den Prüfstand zu stellen und wahrscheinlich darauf ausstehende Transformationsprozesse zu fokussieren.

Wenn es eine gesamtgesellschaftlich die Herausforderung ist, die Wegwerfgesellschaft zu überwinden, bedeutet es insbesondere in all unseren Arbeitszusammenhängen:

o   den Gebrauch (und nicht Verbrauch) von Ressourcen zu reduzieren (ob an Energie oder Material),

o   geschlossene Energie- und Stoffkreisläufe zu schaffen und zu etablieren,

o   die Entstehung von Abfällen zu minimieren, soweit möglich zu vermeiden und Recycling zu fördern.

Zwar ist die Bundesrepublik was die anbelangte durchaus Zukunft fähig aufgestellt. Konzepte wie recyclinggerechte Produktgestaltung oder Kreislaufwirtschaft (englisch Circular Economy) haben in der theoretischen Behandlung einen durchaus beachtlichen Reifegrad erreicht. Jedoch bleibt in der praktischen Umsetzung Luft nach oben.

Dabei umfasst Nachhaltigkeit in der hier zugrundeliegenden Konzeption sowohl ökologische, ökonomische als auch soziale Aspekte. Im Einzelnen bedeutet dies, das Transformationsprozesse nicht nur aus ökonomischer Sicht, sondern auch aus ökologischer und sozialer Sicht zu bewerten sind. Um dabei einer rein ökonomischen Betrachtung von Herausforderungen und Bewertung von Lösungsvorschlägen zu entkommen, kommt der Mitbestimmung eine wesentliche Bedeutung zu. Als gute Lösungen sind die Transformationsentwürfe zu priorisieren, welche alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen berücksichtigen.

 

Mehr Infos:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/erdueberlastungstag-ressourcen-fuer-2022-verbraucht

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/188665/nachhaltigkeit-und-politische-bildung/

https://www.chemiehoch3.de/nachhaltigkeitsdreieck/

 


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