Deutscher Gewerkschaftsbund

19.04.2017

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

28. April 2017 - Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz


ILO-Aktionstag für sichere Arbeitsplätze weltweit
Ob nun "Welttag für Arbeitsschutz und Gesundheit", "Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz" oder "Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" - Fakt ist, dass der 28. April als eben dieser Aktionstag an die Herausforderungen in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz erinnern soll.


Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die den "Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" ins Leben gerufen hat, sterben jedes Jahr 2,02 Millionen Menschen an einer Berufskrankheit, 321.000 kommen bei Arbeitsunfällen ums Leben, 160 Millionen nicht tödliche Berufskrankheiten werden jährlich registriert und 317 Millionen Berufsunfälle gibt es jedes Jahr, die nicht tödlich enden. Der Aktionstag für gesunde und sichere Arbeit hat also durchaus seine Berechtigung ...

 

 

Arbeitsschutz international

Immer komplexer werdende Lieferketten, Digitalisierung und Industrie 4.0, Roboter als Arbeitskollegen und neue Energien - weltweit kommen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz der Beschäftigten oft zu kurz oder sie werden einfach ignoriert. Nach wie vor heißes Eisen sind hier die Bedingungen in Textilfabriken in Ländern wie Bangladesch oder Pakistan, aber auch die Zustände auf Baustellen wie etwa denen für die Fußball-WM 2022 in Katar, um nur die "berühmtesten" Beispiele zu nennen.

 


Arbeitsschutz national

Doch auch in Deutschland steht jedes Unternehmen vor Herausforderungen, was Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz im Betrieb angeht. Die Zahl der psychischen Erkrankungen scheint ins Unermessliche zu steigen. "Hirndoping" oder "Neuro-Enhancement" gehören am Arbeitsplatz mittlerweile fast schon zum guten Ton. Die voranschreitende Digitalisierung muss zum Wohle der Beschäftigten gelenkt werden und eindeutig geregelt werden. Fortschritt darf nicht zur Erhöhung des Gesundheitsrisikos führen. Denn dann läuft etwas falsch. Hier müssen ArbeitnehmervertreterInnen und Arbeitsschützer mitgenommen werden.

Eins ist sicher: Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz lohnen sich, für den Betrieb und für jeden einzelnen Mitarbeiter. Dass Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wirkt, einen positiven Return on Investment bringen und Fehlzeiten um bis zu einem Viertel senken kann, ist erwiesen. Vielleicht ist der 28. April 2017, der Welttag des Arbeitsschutzes, ja für den ein oder anderen Anlass, die Maßnahmen im eigenen Betrieb zu überprüfen und wenn nötig zu verbessern.

Das "Bündnis für Arbeits und Gesundheitsschutz Saar" unterstützt bei Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und hilft die richtigen Ansprechpartner für einen erfolgreichen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu finden.

Hier finden Sie die Ansprechpartner des "Bündnis für Arbeits- und Gesundheitsschutz"


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