Deutscher Gewerkschaftsbund

05.11.2018

Wohnen darf kein Luxus sein!

Eine Veranstaltung des DGB-Kreisverbandes Saarbrücken in Kooperation mit der DGB-Region Saar und der Arbeitskammer des Saarlandes.

 

„Man kann einen Menschen mit einer Wohnung erschlagen wie mit einer Axt.“ (Heinrich Zille)

 

 

EinzimmerWohnraum

DGB

Das Thema:

Steigende Mietpreise und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum entwickeln sich zu immer drängenderen sozialen Problemen. Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, wo die Not am größten ist - und wer am stärksten davon betroffen ist. Generell gilt im Jahr 2018: Wer in der Großstadt eine Wohnung sucht, hat schlechte Karten. In Deutschland fehlen fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen. Die Politik humpelt träge hinter der sozialen Realität hinterher: Im Jahr 2017 sind nur 26.231 neue Sozialwohnungen entstanden. Wie viele davon eigentlich im Saarland? Am stärksten vom Wohnungsmangel betroffen sind übrigens Alleinstehende, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Doch wie soll ein Gemeinwesen, wie soll eine Stadt funktionieren, wenn Durchschnittsverdiener wie eine Krankenschwester, eine Polizistin, ein Feuerwehrmann, Busfahrer oder Müllwerker es sich nicht mehr leisten können, dort zu wohnen, wo ihre Arbeitsstelle liegt?

 

Ablauf der Veranstaltung:

 

Kurze Einführung:

„Warum soziales Wohnen wieder modern werden muss.“ Albert Augustin, Vorsitzender DGB-Kreisverband Saarbrücken

 

Vortrag: „75 Jahre WOGE Saar“

Mit günstigem Wohnraum für Eisenbahner fing alles an - vor nunmehr 75 Jahren. Mit etwa 5.200 Wohnungen für 12.000 Menschen zählt die WOGE Saar heute zu den großen Immobiliengesellschaften in Südwestdeutschland. Geschäftsführerin Rita Gindorf-Wagner gibt einen Einblick in die Aktivitäten der Wohnungsbaugesellschaft Saar, deren Kerngeschäft die Vermietung von (günstigem) Wohnraum ist.

Rita Gindorf-Wagner, Geschäftsführerin WOGE Saar

 

Vortrag:

„Wo die Not am größten ist, ist die Wohnung am kleinsten. Oder am teuersten.“ In ihrem gemeinsamen Vortrag beschreiben Dagmar Ertl und Thomas Schulz die Wohnungs- und Wohnungsbau-Situation des Saarlandes - und hier besonders die der Landeshauptstadt Saarbrücken – und stellen sie in Vergleich zu anderen Städten und Regionen. Eine Grundlage dafür bietet u.a. das 143seitige Working Paper der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung vom April 2018: „Wie viele und welche Wohnungen fehlen in deutschen Großstädten?“

Referenten:

Dagmar Ertl, Referentin für Arbeitsmarktpolitik, Abteilung Gesellschaftspolitik der Arbeitskammer des Saarlandes Thomas Schulz, Gewerkschaftssekretär und EURES-Berater in der DGB-Region Saar

 

Vortrag: „Wohnen ist ein Menschenrecht!“

Manfred Klasen, Saarländische Armutskonferenz (SAK) In seinem präzisen Vortrag skizziert Manfred Klasen mit klaren Worten die Situation in deutschen Großstädten: Wohnungsnot, fehlende Sozialwohnungen, nicht mehr bezahlbare Mieten – bis hin zu mangelnder finanzieller Erstattung von Wohnkosten durch die Behörden. Er geht hierbei auf Besonderheiten des Saarlandes und Saarbrückens ein.

 

Zusammenfassung, abschließende Worte:

Bettina Altesleben, Geschäftsführerin DGB-Region Saar

 

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aus Planungsgründen bittet der DGB um Anmeldung unter 0681-4000112 bzw. per eMail an: saar@dgb.de

 


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