Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 11.02.2015

Autofahrer bezahlen Preis für die schwarze Null

Der Verkehrsinfarkt in Mainz, nach der kurzfristigen Vollsperrung der Schiersteiner Brücke, sei eine Folge der kurzsichtigen Sparpolitik im Infrastrukturbereich, sagte Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz/Saarland.
„Den Preis für die schwarze Null bezahlen heute die Autofahrer in Mainz. Seit Jahren war bekannt, dass die Anfang der 60er Jahre gebaute Brücke dem täglichen Verkehrsaufkommen nicht gewachsen ist. Der Neubau der Brücke kommt zu spät", so Muscheid.
Die bröckelnde Brücke stehe stellvertretend für die zunehmend schlechter werdende Verkehrsinfrastruktur. Das betrifft Bundesstraßen genauso wie Straßen und Brücken des Landes.
„Das ist ein Kaputtsparen im wörtlichen Sinne. Es braucht Investitionen in die zentralen Verkehrs-achsen und kein ‚Weiter so‘ bei der kurzsichtigen Sparpolitik. Die Folgekosten - verursacht durch Stau, Verspätungen und Arbeit, die nicht erledigt werden kann - dürften sich schnell aufsummieren."


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