Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-Saar - 21.02.2012

Schweigeminute am 23.02.

DGB und VSU: Gemeinsamer Aufruf zu einer bundesweiten Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

VSU und DGB gedenken des Schicksals von Fritz Dobisch
Schweigeminute am Donnerstag, 23. Februar 2012, 12:00 Uhr
Ort: Haus der Gewerkschaften, Fitz-Dobisch-Straße 5, 66111 Saarbrücken


Der Deutsche Gewerkschaftsbund Saar (DGB) und die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) rufen gemeinsam dazu auf, am Donnerstag, 23. Februar 2012, um 12:00 Uhr die Arbeit für eine Minute zu unterbrechen, um schweigend der Opfer rechtsextremistischer Gewalt zu gedenken.
Die Schweigeminute findet zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt. Beide Organisationen unterstützen damit den deutschlandweiten Aufruf der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des DGB-Bundesverbands.

Joachim Malter (Hauptgeschäftsführer VSU) und Eugen Roth (Landesvorsitzender DGB Saar) erklären gemeinsam: "In unserer Großregion mit ihrer besonderen Historie stehen Beschäftigte und Arbeitgeber gemeinsam für ein weltoffenes und tolerantes Saarland. Wir treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben. Wir rufen alle gesellschaftlichen Akteure auf, sich in der ihnen möglichen Form an der Schweigeminute zu beteiligen."
Malter und Roth werden in Saarbrücken um 12 Uhr gemeinsam mit einer kleinen Delegation an das traurige Schicksal von Fritz Dobisch erinnern (Haus der Gewerkschaften, Erdgeschoss, Fritz-Dobisch-Straße 5).

Über Fritz Dobisch:
Fritz Dobisch war von 1928 bis 1935 Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) Saar. Am 17. Februar 1935, zwei Wochen vor der Rückgliederung des Saargebiets an das Deutsche Reich, emigrierte Dobisch mit seiner Frau nach Luxemburg. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er nach der Besetzung Luxemburgs durch die Wehrmacht im Mai 1940 von der Gestapo verhaftet. Dobisch war in Trier und Düsseldorf inhaftiert und wurde Anfang Juli 1941 in das KZ Buchenwald überstellt, wo er am 7. Juli 1941 ermordet wurde.
Zum Gedenken an diesen großen Gewerkschafter wurde in Saarbrücken die Verbindungsstraße zwischen Hafenstraße und Trierer Straße nach ihm benannt. Im Haus der Gewerkschaften erinnern zwei Gedenktafeln an sein Schicksal.


Pressekontakt: 0151 - 14274847 (Thomas Schulz, DGB Saar)

Link zum Download: https://west.dgb.de/frauen/++co++99e7a35a-5633-11e1-7098-00188b4dc422


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