Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 047 - 16.10.2018
Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

Muscheid: „Armut hat in Rheinland-Pfalz viele Gesichter, viel zu oft ist Armut weiblich.“

Anlässlich des morgigen Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut, erklärt Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland:

„Armut hat in Rheinland-Pfalz viele Gesichter, viel zu oft ist Armut weiblich. Die Armutsgefährdungsquote einer alleinerziehenden Mutter liegt in Rheinland-Pfalz bei 48,2 Prozent und ist damit ähnlich hoch, wie die Quote einer erwerbslosen Person, die bei 51,6 Prozent liegt. Ich halte diese Situation für einen gesellschaftlichen Skandal, wenn man bedenkt, was diese Frauen jeden Tag leisten, um im Alltag zu bestehen und ihren Kindern gleichzeitig ein liebevolles Umfeld zu bieten. Die Gesellschaft profitiert stark vom Einsatz alleinerziehender Frauen, deshalb verdienen diese Heldinnen des Alltags mehr Unterstützung!“

Dietmar Muscheid macht auch auf die steigende Zahl der Kinderarmut im Land aufmerksam:

„Arme Mütter und arme Familien haben arme Kinder. Mitte 2017 waren in Rheinland-Pfalz 83.000 Kinder auf Hartz IV angewiesen, was der Einwohnerzahl von Worms entspricht! Und während wir seit Jahren lesen können, dass die Wirtschaft brummt und die Beschäftigung steigt, ist die Zahl dieser Kinder um fast 12 Prozent gegenüber 2016 gestiegen. Hier wird die wachsende soziale Ungleichheit ganz konkret greifbar und sie trifft diejenigen, die ihrer Armut am wenigsten entgegensetzen können.“


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