Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 31.08.2016

Mit Ausbildung und Qualifizierung den Arbeitsmarkt stärken

Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz fragen weiter in hohem Maße Arbeitskräfte nach. Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit liegt die Zahl der gemeldeten Stellenangebote deutlich über dem Vorjahresniveau. Im August waren 34.400 Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 5.000 oder 17,1 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

„Es gibt eine große Nachfrage nach Arbeitskräften. Gleichzeitig sind Potentiale vorhanden, die es zu heben gilt. Die berufliche Qualifizierung und Integration von Älteren und von Langzeitarbeitslosen muss endlich vorangetrieben werden. Auch die 148.000 Personen in Rheinland-Pfalz in der sogenannten Unterbeschäftigung – also in Maßnahmen und Übergangssystemen –  machen deutlich, dass es diese Potenziale gibt. Man darf das Problem nicht nur beschreiben, sondern muss es anpacken und Geld in die Hand nehmen“, so Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland.

Außerdem sei es notwendig, langfristig zu denken, das heißt: heute ausbilden, um morgen qualifizierte Arbeitskräften zur Verfügung zu haben. Es müssten mehr Ausbildungsstellen geschaffen werden. 4.700 junge Menschen sind derzeit im Land noch auf der Suche nach einer passenden Ausbildung. Viele der jetzt noch offenen Stellen sind in für Auszubildende weniger attraktiven Branchen.

„Ausbildung braucht bessere Entlohnung, attraktivere Arbeitsbedingungen und mancherorts auch eine Qualitätsoffensive“, so Muscheid.

Ebenso zentral sei es, jetzt die Sprachförderung und berufliche Qualifizierung der geflüchteten Menschen voranzutreiben. Mit einer Bündelung der Maßnahmen könne der Arbeitskräftebedarf in Rheinland-Pfalz mittel- und langfristig sicher bedient werden.


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