Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-Saar - 13.11.2012

"Altersrente und Invalidenrente in Luxemburg"

In Luxemburg soll noch vor Jahresende eine Rentenreform durch das Parlament gebracht werden. Zeitgleich zum Inkrafttreten der Rentenreform soll auch die zum 1. Januar 2013 geschuldete Anpassung der Renten an die allgemeine Lohnentwicklung wegfallen. Damit würden nicht nur die heutigen Rentner geschädigt, sondern auch die künftigen Renten gekürzt werden.

Die geplante Reform führt zu einer Verschlechterung der bestehenden Rentenleistungen verschlechtert und belastet die kommenden Generationen. Es wird verlangt länger zu arbeiten, später in Rente zu gehen oder Leitungskürzungen bis zu 15 Prozent in Kauf zu nehmen. Zudem stellt die geplante Rentenreform die Anpassung der Renten an die allgemeine Lohnentwicklung in Frage und plant die Jahresendzulage mittelfristig abzuschaffen. Die Rentenreform wird darüber hinaus auch ArbeitnehmerInnen benachteiligen, die früh angefangen haben zu arbeiten und während ihres Arbeitslebens unter schwierigen Bedingungen arbeiteten und oftmals nicht länger als bis 57 bzw. 60 Jahre arbeiten können.

Der Luxemburger Gewerkschaftsbund OGBL lehnt die Rentenreform in ihrer vorliegenden Form ab, weil sie den vielen jungen Menschen, die heute eine lange schulische und berufliche Ausbildung machen müssen ehe sie ins Berufsleben eintreten und Rentenrechte erwerben können, keine andere Perspektive als Rentenkürzungen und den Rückgriff auf die private Vorsorge, also teure und risikoreiche private Zusatzversicherungen gibt.

Die Fehler der neoliberalen Rentenpolitik in Deutschland, die zu einem Rentenniveau geführt hat, von dem man in vielen Fällen nicht mehr leben kann, sollen in Luxemburg wiederholt werden. Nach dem erlittenen Kaufkraftverlust durch die Manipulation des Indexsystems, der Desindexierung des Kindergeldes, und dem Wegfall des Kindergeldes ab 18 Jahren für die Kinder der in Luxemburg arbeitenden Grenzgänger soll nun die Rente für alle ArbeitnehmerInnen gekürzt werden.

In einer EURES-Informationsveranstaltung informieren OGBL und DGB über mögliche Auswirkungen sowie Alternativen zu den Rentenkürzungsplänen, von denen auch die rund 8.000 saarländischen GrenzgängerInnen in Luxemburg ab 2013 betroffen wären.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Info/Anmeldung:

Tel.: 0681 / 4000123

thomas.schulz@dgb.de

"EURES" steht für "EURopean Employment Services" und ist ein von der Europäischen Kommission eingerichtetes Netzwerk zur Förderung der beruflichen Mobilität in Europa.

 

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Kontakt:

DGB Saar

Pressesprecher

EURES-Berater

- Thomas Schulz -

Fritz-Dobisch-Str. 5

D-66111 Saarbrücken

Fax: 0049(0)681-4000120

Tel.: 0049(0)681-4000123

Mobil: 0049(0)151-14274847

eMail: thomas.schulz@dgb.de


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