Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 50 - 23.05.2017

CDU und CSU verhindern Gesetz zur Flexibilisierung der Teilzeit

Wie verschiedene Medien berichten, sind die Verhandlungen der großen Koalition um eine Flexibilisierung der Teilzeit gescheitert. Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland, bedauert dies:

„Obwohl es im Koalitionsvertrag vereinbart war, hat die Union die Flexibilisierung der Teilzeit scheitern lassen. CDU und CSU machen damit unmissverständlich klar, dass sie die Interessen der Arbeitgeber über die Interessen der Arbeitnehmerschaft stellen. Gleichzeitig wird von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern immer größere Flexibilität erwartet – das passt nicht zusammen!

Mit einer Quote von 82,4% sind es in Rheinland-Pfalz vor allem Frauen, die in Teilzeit arbeiten. Das Einknicken der Union vor den Arbeitgebern trifft also vor allem die Frauen im Land, die Mütter und ihre Kinder. Als Gewerkschaften stellen wir uns an ihre Seite und werden nun besonders laut für ein modernes Teilzeitgesetz streiten.“

 

Zum Hintergrund:

Laut Bundesagentur für Arbeit waren in Rheinland-Pfalz im September 2016 389.950 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt. Das entspricht 28,1% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land. 321.417 oder 82,4% von ihnen waren Frauen, 68.533 oder 17,6% waren Männer. Im Jahr 2001 lag die Zahl der Teilzeitbeschäftigten noch bei 210.293.

 


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