Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 12.05.2015

Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten

„In den Sozial- und Erziehungsberufen wird tagtäglich wichtige Arbeit geleistet. Dass es hohe Qualität und Motivation nicht zum Nulltarif gibt, das sollte sich bis zum kommunalen Arbeitgeberverband rumgesprochen haben“, sagt Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland, zum aktuellen Tarifkonflikt.

Mehrere Tausend Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst sind heute in Rheinland-Pfalz für ihr Recht auf eine faire Bezahlung auf die Straße gegangen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben zu Streikmaßnahmen aufgerufen, nachdem die Arbeitgeberseite in den Verhandlungen kein Entgegenkommen signalisiert hatte. 

„Die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite trägt dazu bei, dass die Streikbereitschaft so hoch ist. Die Kolleginnen und Kollegen sind motiviert und die Puste reicht noch weiter. Im Interesse der Beschäftigten und ganz besonders auch im Interesse der Kinder und Eltern muss jetzt ein ernstzunehmendes Angebot der Arbeitgeber auf den Tisch. Es geht um faire Bezahlung und es geht um Wertschätzung“, sagt Dietmar Muscheid. 

Erzieherinnen und Erzieher verdienen nach einer fünfjährigen Ausbildung nur etwas mehr als 2.000 Euro brutto. Dies werde weder der geforderten Qualifikation noch der gesellschaftlichen Verantwortung der Erziehungs- und Sozialberufe gerecht, so Muscheid.

In einer Urabstimmung hatten die Mitglieder von GEW und ver.di darüber abgestimmt, für ihre Forderungen zu streiken. Seit Freitag, dem 5. Mai, befinden sich allein in Rheinland-Pfalz über 150 Kindertagesstätten im unbefristeten Erzwingungsstreik.


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