Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-RLP - 11.11.2013

Ausbildungsmarkt 2012/2013

Muscheid: Schlechtere Entwicklung als im Vorjahr/ Unternehmen müssen Perspektiven für alle jungen Menschen bieten

„Alle jungen Menschen in Rheinland-Pfalz brauchen eine gute Perspektive für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Wir können die dringend benötigten Fachkräfte von morgen nur durch eine hochwertige und qualitative Ausbildung für jede und jeden sichern“, sagte der rheinland-pfälzische DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid zu den neuesten Daten des rheinland-pfälzischen Ausbildungsmarktes 2012/ 2013 der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Die Anzahl der Ausbildungsangebote ist nach Angaben der BA im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Von Oktober 2012 bis September 2013 wurden 25 200 Ausbildungsplätze durch die Unternehmen in Rheinland-Pfalz gemeldet. Über die Agenturen für Arbeit oder über die Jobcenter suchten insgesamt 29 300 Jugendli-che nach einem Ausbildungsplatz.

Sorge bereitet Muscheid in diesem Zusammenhang vor allem, dass weniger junge Menschen einen für sie passenden Ausbildungsplatz gefunden haben als im ver-gangenen Jahr. Eine kritische Entwicklung sei auch bei der Zahl der sogenannten unversorgten Bewerberinnen und Bewerber festzustellen. Gegenüber dem vergangenen Jahr hat sich diese Zahl um 41,4 % erhöht.

Muscheid: „Rund 17 Prozent der 25- bis 35-Jährigen verfügen immer noch über keine Berufsausbildung. Angesichts des sich abzeichnenden demografischen Wandels muss das für uns ein Alarmsignal sein. Wir können es uns nicht leisten, diese Menschen zu verlieren und fordern eine Ausbildungsplatzgarantie für jede und jeden. Gerade mit Blick auf die Zukunft von Industrie und Dienstleistung in Rheinland-Pfalz kommt es jetzt darauf an, Chancen und Perspektiven für Jugendliche bieten, die bisher ‚durch’s Raster gefallen‘ sind, und die jungen Menschen mit zusätzlichen Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu begleiten.“

Der Ovale Tisch der Landesregierung mit allen wichtigen Partnern aus dem Bereich der beruflichen Bildung stelle dazu einen wichtigen Baustein dar, so Muscheid. Wichtig sei außerdem, das Interesse von jungen Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu stärken sowie attraktive Ausbildungsbedingun-gen in allen Branchen, eine gute Betreuung durch die Ausbilder und eine ange-messene Vergütung der Azubis sicherzustellen.


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