Deutscher Gewerkschaftsbund

09.01.2015

Berufsausbildung

Rheinland-Pfalz hat die gesetzten Ziele klar verfehlt

Die Zahl junger Menschen ohne Berufsausbildung stagniert in Rheinland-Pfalz auf hohem Niveau. Das im Jahr 2008 formulierte Ziel, die Zahl der Unter-30-Jährigen ohne Berufsabschluss zu halbieren, ist klar verfehlt worden. In Rheinland-Pfalz ist mit 17,7 Prozent (2008) zu 17,1 Prozent (2013) fast keine Verbesserung feststellbar.

„Diese jungen Menschen stellen ein Fachkräftepotential dar, das die Wirtschaft dringend heben sollte, wenn sie es mit der Fachkräftesicherung ernst meint. Aber viele Arbeitgeber sind nicht bereit in Ausbildung zu investieren“, so Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz/Saarland.

Es müssten weiter Anstrengungen unternommen werden, um allen jungen Menschen durch einen beruflichen Abschluss eine Perspektive zu bieten. Dazu ist nach wie vor eine höhere Zahl an Ausbildungsstellen sowie eine bessere Integration nötig, auch und gerade von schwächeren Bewerberinnen und Bewerbern.

„Wenn es wahr wäre, dass sich junge Menschen die Ausbildungsplätze aussuchen könnten, weil es ja angeblich viel mehr Plätze als Interessierte gibt, hätte sich die Quote derjenigen ohne Berufsausbildung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die jetzt vorgelegten Zahlen beweisen das Gegenteil. Tatsächlich häufen sich freie Ausbildungsplätze in einigen wenigen Berufen, in denen die Ausbildungsqualität in vielen Fällen zu wünschen übrig lässt“, sagte Dietmar Muscheid nach der Analyse der vom DGB in Auftrag gegebenen Klemm-Studie.

Ausdrücklich lobte Dietmar Muscheid das gemeinsame Engagement von Politik, Kammern und Verbänden im Rahmen der Fachkräftestrategie in Rheinland-Pfalz. Auf diesem guten Weg müsse weiter vorangeschritten werden, um langfristig echte Fortschritte zu erzielen.


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